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Historisches:

 

Die Heilige Kunigunde:

Die Kaiserin Kunigunde war eine Tochter des Grafen Siegfried von Luxembourg. Ihr Geburtsjahr ist unbekannt. Im Jahr 998 /1000 wurde sie mit Kaiser Heinrich II. vermählt. Sie nahm an der Regierung ihres Gemahls weitgehend Anteil, wirkte entscheidend mit bei der Gründung und Ausstaltung des Bistums Bamberg und bei der Errichtung vieler Kirchen und Klöster. Sie starb im Jahre 1033 im Benediktinerinnenkloster Kaufungen, in das sie als Witwe eintrat. Zusammen mit ihrem Gemahl gründete sie das Erzbistum Bamberg. Im Jahre 1200 wurde sie heilig gesprochen. Das Kaiserehepaar ist im Dom zu Bamberg beigesetzt.

Die Kunigundenkapelle:

Unsere Kunigundenkapelle ist ein bedeutsames spätromanisches Bauwerk. Die Erbauung fällt in die Blütezeit der Hohenstaufer (1138 -1250). Die Kunigundenkapelle dürfte in der Zeit um 1230 erbaut worden sein. Erbauer der Kirche waren wohl Heinrich von Hohenlohe und sein Sohn Konrad von Hohenlohe, beide Braunecker. Die Kunigundenkapelle war Wallfahrtskirche und Gotteshaus für die Dörfer Buch, Burgerroth, Niedersteinach und die Burg Brauneck, der umliegende Friedhof Begräbnisstätte für die o. g. Ortschaften. Umfangreiche Instandsetzungen und Umbauten erfolgten in den Jahren1608 bis 1609 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. U. a. wurden die spätromanischen Wandmalereien überstrichen und im Kirchenschiff zwei Spitzbogenfenster (Gotik) eingebaut. Dieser Umbau sollte zur Festigung der Gegenreformation beitragen. Eine Steintafel über dem Südportal aus dem Jahre 1614 weist auf diese Renovierung hin.

Mitte des 18.Jahrhunderts zog auch etwas „Barock“ in die Kunigundenkapelle ein. Die Wände und die Decke wurden stuckiert. Der heutige Hauptaltar wurde im Jahre 1762 errichtet. Stifter war Thomas Klee aus Buch. Das Altarbild zeigt die Heilige Familie. Über den seitlichen Durchgängen stehen rechts die Kaiserin Kunigunde und links Kaiser Heinrich II. Die Altarbilder der beiden Seitenaltäre stellt die „Armen Seelen“ und die „Kreuzigung Christi“ dar. Hinzu kamen noch die Kanzel und die Empore mit Orgel.

Um 1900 wurde nochmals renoviert. Es wurde vieles weiß gestrichen und mit Blattgold verziert. Regelmäßige Gottesdienste fanden nur noch am Kunigundentag (3.März) und am 3. Bitt-Tag statt.

Der Friedhof konnte durch die Kriegswirren ab 1945 nicht mehr genutzt werden. Die Kunigundenkapelle verlor an Bedeutung.

In der Gemeinde Buch war im Jahr 1859 bereits ein neues Gotteshaus errichtet worden. Auch wurde in Buch 1945 am nördlichen Ortsrand ein neuer Friedhof angelegt. Ab den Jahren 1961/62 wurden Grabungen in der Kapelle durchgeführt. Bei der folgenden gründlichen Instandsetzung wurde der heutige Zustand hergestellt.

Der Kunigundenstein:

In ca. 150m, südöstlich von der Kunigundenkapelle befindet sich der Kunigundenstein. Der Legende nach soll die Heilige Kunigunde hier gebetet haben und im Stein ihre Hand-, Knie- und Fußabdrücke hinterlassen haben.

Der Kunigundenweg:

Das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde steht für den Beginn des Bistums Bamberg im Jahr 1007.

An Kunigunde erinnert noch heute ein Pilgerweg. Er führt von der Kunigundenkapelle auf dem Altenberg bis nach Bamberg.

Auf seinen rund 110 Kilometern wechseln sich kleine fränkische Städte und Dörfer mit Wiesen, Weinbergen und Wäldern ab. Dieser Weg - über Aub, Bullenheim, Scheinfeld, Schlüsselfeld und Burgebrach - berührt alle drei fränkischen Regierungsbezirke. Früher gingen wohl Treiber und Bauern, die aus ganz Franken Abgaben zum Kloster Michelsberg oder zum Domstift nach Bamberg brachten, den Kunigundenweg. Heute machen sich vor allem Wanderer und Radfahrer, aber auch Pilger auf den Weg quer durch den Steigerwald nach Bamberg.


Literatur:

Der Kunigundenweg von Aub nach Bamberg von Lioba Ziegler - Schneikart. Ein Wanderführer auf den Spuren der heiligen Kunigunde.